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Das Heilige Grab in der Basilika

Das Heilige Grab in der Basilika St. Michael Mondsee im Salzkammergut!

geschrieben von Thomas Ebner

Im Jahr 2005, als im Zuge der Renovierung der Basilika Mondsee der Dachboden entrümpelt wurde, fand Kirchenpfleger Alois Ebner im hintersten Winkel Teile eines „Heiligen Grabes“. Seine Einzelteile ruhten mehr als ein halbes Jahrhundert zwischen verschiedensten Utensilien und waren in einem so schlechten Zustand, dass sie kaum mehr als sakrales Kunstwerk identifiziert werden konnten.

Das Heilige Grab in der Basilika St. Michael unterscheidet sich grundsätzlich von den sonst üblichen Formen. Anstatt aus bemalten Kulissen besteht das Heilige Grab in Mondsee aus einem buntem Glasmosaik, welches von hinten beleuchtet wird und somit eine besonders mystische Stimmung vermittelt. Kurios ist die Tatsache, dass solche Gräber wie beim Vorliegenden aus der Gablonzer Glasmanufaktur über Versandkataloge und Zeitungsinserate vertrieben wurden. Geringfügige Änderungen wurden auf Wunsch des Bestellers durchgeführt. Im 19. Jahrhundert waren solche heiligen Gräber durchaus beliebt und fester Bestandteil der Osterliturgie. Heutzutage können im deutschsprachigen Raum neben dem Mondseer Grab nur mehr sechs vollständig erhaltene Gräber besichtigt werden.

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Die Originalteile des Heiligen Grabes in Mondsee sind analog zu den anderen bekannten: ein großes Kreuz, an dessen Seite 2 Blumenvasen, davor die Bundeslade, darunter in einer mit Dekorband gerahmten Nische vor einem Strahlenkranz der Leichnam Jesu. Links und rechts dieses Ensembles je ein Grabwächter in Rüstung. Bei der Rekonstruktion durch das Bundesdenkmalamt wurde ein 1.00 x 2.00m großer verleimter Pappkarton angefertigt. In diesem Pappkarton wurden Löcher gestanzt und dann wurden in mühevoller Handarbeit die Glasperlen aufgenäht. Dadurch entsteht ein starker Kontrast zwischen dem beleuchtetem Glasmosaik und seinem Hintergrund.


Stilistisch ist das Heilige Grab dem beginnenden Jugendstil zuzuordnen, allerdings gab es bei der Wiederentdeckung zunächst Probleme der exakten Datierung. Wohl ist gewiss, dass bereits im Barock ein Heiliges Grab existierte, jedoch musste in der Pfarrchronik lange gesucht werden, bis sich ein gesicherter Hinweis auf das heutige Grab fand. Im Jahr 1885 wurden alle Pfarren angewiesen eine detaillierte Chronik anzufertigen. Hier findet sich auch endlich der lang gesuchte Hinweis auf das Heilige Grab in Mondsee.

 
„Im Jahre 1867 wurde das h. Grab hergestellt, und hat in der h. Charwoche seinen würdigen Platz am St. Petrus Altar. Sein gegenwärtiges prachtvolles Gewand und Jedermann zu frommer Andacht stimmend erhielt es durch die Bemühung und sinnigen Geschmack des hochw. Herrn Kooperators Puchner der durch eifriges (sic) Sammlung viele Gulden zusammen brachte, um das h. Grabe in erbauender Weise vor die Augen des frommen Beters zu führen. Das Opfer beim h. Grab in der h. charwoche wird zur Bestreitung der bedeutenden Auslagen für dasselbe verwendet. Großen Fleiß in dem würdigen Ausschmuckes (sic) des Grabes wendet alljährlich der Herr Messner Gottlieb Marmold an.“


Das Heilige Grab in der Basilika St. Michael kann jedes Jahr in der Karwoche, zwischen Palmsonntag und Ostermontag in der Petruskapelle (linkes Seitenschiff) in der Zeit von 08:00 – 19:00 Uhr kostenlos besichtigt werden. Die Pfarre Mondsee bittet alle Besucher zur Spende eines Bausteines um die Basilika Mondsee in ihrem derzeitigen Zustand erhalten zu können.

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