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Oberwangerin auf dem Sprung ins große Mode-Business

Die 25-jährige, in Oberwang aufgewachsene Raffaela Graspointner gilt als großes Nachwuchstalent unter den Modedesignern.

Im Vorjahr absolvierte sie ihren Master an der Modeakademie in Antwerpen (Royal Academy of Fine Arts Antwerp – sie gilt als eine der besten weltweit) und konnte bereits einige Awards für ihre Kollektionen mit nach Hause nehmen. Als Gegenpol zu dieser oftmals harten Branche verbringt sie in ihrer Heimatgemeinde Oberwang gerne Auszeit mit Familie und Freunden. Wir haben Raffaela ein paar Fragen zu ihrem Leben zwischen Laufsteg und Landleben gestellt.


Wann hast du dein Talent für Modedesign entwickelt und warum hat es dich dann nach Antwerpen verschlagen?
Interessiert habe ich mich schon immer für Kleidung, Stoffe, Muster, Farbkombinationen und später dann auch für Schnitt und Konzepte hinter Kollektionen. Nach meinem Abschluss an der HBLA Lentia in Linz, eine eher technische Modeschule, wollte ich mehr praktische Erfahrung sammeln. Bei Ute Ploier in Wien konnte ich einen guten Einblick gewinnen, wie ein kleines Modelabel funktioniert. Dort hörte ich zum ersten Mal von der Modeakademie in Antwerpen, die fantastisch und unnahbar zugleich erschien. Ein sehr lehrreiches Praktikum bei Tim van Steenbergen in Antwerpen folgte, die Aufnahmeprüfung an der Akademie in Antwerpen hab ich dann bestanden und kurz vor Schulbeginn zog es mich noch für ein anderes Praktikum nach New York bei „Ohne Titel“.
 
Welche Auszeichnungen hast du bereits für deine Kollektionen bekommen?
Das sind der FFI Award vom Flanders Fashion Institute, der Tim van Laere Gallery Award und der Academy Award, Royal Academy of Fine Arts Antwerp, für meine Masterkollektion. Für meine Bachelorkollektion hab ich den Austrian Fashion Award, 13 festival for fashion and photography, sowie den Christine Mathys Award, by Dries van Noten, Antwerp, erhalten.

Auf welchen Laufstegen dieser Welt wurde dein Label bereits gezeigt?
Auf unserer jährlichen Show der Akademie da ich erst im Vorjahr meinen Master abgeschlossen habe.

Wo und woran arbeitest du gerade?
Ich bin seit Oktober in Stockholm und mache ein Praktikum bei Acne Studios für ein halbes Jahr.
In meinem Kopf habe ich einige private Projekte an denen ich arbeiten möchte; aber vorerst plane ich keine weitere Kollektion.
 
Wie würdest du – für Laien – deine Mode bezeichnen bzw. deren Stil?
Ich interessiere mich für ungewöhnliche Farbkombinationen, neue Stoffbearbeitungen, detailreichen Strick, Lederverarbeitung und interessante Verarbeitungen. Generell würde ich meinen Still als verspielt, etwas feminin, modern und bunt beschreiben, eher schlicht/elegant/casual im Schnitt.
 
Was ist für dich das Besondere an deinem Job und was ist nicht so toll daran?
Im Allgemeinen ist die Modebranche eine ziemlich harte Branche, es wird sehr viel gefordert und man spürt einen großen Andrang von Modestudenten, die unter jeglichen Bedingungen um einen Job oder nur ein Praktikum kämpfen.
Aber ich bin sehr leidenschaftlich und begeistert in allem, was ich mache und denke die Kreativität und das breite Spektrum an Tätigkeiten, die ich in diesem Beruf ausüben kann, finde ich höchstwahrscheinlich in fast keinem anderen Bereich – und das schätze ich sehr.
 
Ist es ein Job mit eher geregeltem Ablauf oder „passiert“ hier einfach vieles?
Das hängt vor allem von der Firma ab, für die man arbeitet. Ist sie gut organisiert, läuft alles sehr geregelt ab. Aber generell wird es zum Ende der Saison immer stressig, damit alles fertig wird für die Show.
 
Wie oft kommst du noch nach Hause? Und wenn du dann in Oberwang bist, was liebst du am meisten dort bzw. in deiner Heimat, an Österreich ....?
Ich komme etwa dreimal jährlich nach Hause. Im Sommer zum Baden, zum Spielen mit meinem Neffen und zum Bergsteigen mit Oma und Opa. Zu Weihnachten – es gibt dann Nudelsuppe mit Würstl, und jede Menge Kekse, zum Snowboarden und Familienfeiern. Und zu Ostern - zum Eierpecken, für Verwandtschaftstreffen und Drinks mit den Mondseer Mädls.
 
Was sind deine Pläne, was ist dein größter Traum?
Idealfall wäre ein Praktikum in New York demnächst und dann ein Job bei Marni, Celine oder Acne Studios, nebenbei wenn möglich an meinen eigenen Projekten arbeiten.

geschrieben von Andrea Vitzthum

Kontakt

Tourismusverband Mondsee-Irrsee
Dr. Franz Müller Str. 3
5310 Mondsee

+43 6232 2270
+43 6232 2270-22
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