Ausblick auf den Mondsee und den Schafberg im Frühling

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Martina Ebm: "Mondsee ist für mich nach Hause kommen!"

Die in Mondsee aufgewachsene Martina Ebm ist der neue Stern am österreichischen Schauspielhimmel.

Schon während ihres Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien fasste sie in der österreichischen Theaterlandschaft Fuß und ergatterte auch im Film mehr und mehr Rollen. Der Durchbruch gelang ihr 2013 mit der Hauptrolle in der österreichischen Kinosatire „Bad Fucking". Derzeit dreht Martina an der Seite von Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Nina Proll und Adina Vetter die Serie „Vorstadtweiber“. Auf der Bühne ist sie ab Herbst in „Der Zerrissene“ und „Eine dunkle Begierde“ zu sehen.
Im Interview hat sie mit uns über Mondsee, Erfolg, Fallhöhe, ihre Zweifel und das Nichtstun gesprochen.

Welche Rolle spielt Mondsee in deinem Leben? Was magst du hier und wie oft besuchst du den Ort, in dem du deine Kindheit und einen Teil deiner Jugend verbracht hast?
Mondsee ist für mich noch immer nach Hause kommen. Ich bin dort aufgewachsen und verbinde mit dem Ort Familie, Freunde, Bodenständigkeit – und natürlich Kaspressknödel!

Man stellt sich das Leben als Schauspieler wahnsinnig aufregend vor. Wie würdest du es beschreiben? Was liebst du daran und was ist weniger schön?
Es ist doch bei allem so:  Wenn man etwas mit Leidenschaft macht, dann wird es doch auch meistens ganz gut; oder zumindest hat man sich am Ende nichts vorzuwerfen. Ich liebe meinen Beruf so sehr, dass ich mir gar nicht vorstellen könnte etwas anderes zu machen.  Es ist die Abwechslung, dass man sich auf neue Momente, Dinge und Menschen einstellen muss. Das finde ich so irrsinnig spannend.
Weniger schön sind wahrscheinlich die eigenen Unsicherheiten, die bei jeder neuen Produktion aufkommen. Ich habe das Gefühl, immer wieder von Null zu beginnen. Das einzige Instrument das ich habe, ist mein Körper, sind meine Emotionen. Am Ende des Tages ist es aber einfach ein Job, den du versucht bestmöglich zu machen und dir damit dein Leben zu finanzieren.

Film und Theater sind zwei völlig verschiedene Bereich der Schauspielerei. Gibt es einen, den du bevorzugst bzw. was sind die markantesten Unterschiede aus Sicht einer Schauspielerin?
Ich kann wirklich nicht sagen, was ich lieber mache. Am Liebsten einfach beides! Im Moment bin ich sehr froh, dass ich sowohl im Theater als auch im Film arbeiten kann.
Es ist für mich einfach eine gewisse Art von Freiheit, nicht von einer Sache abhängig zu sein. Der wesentliche Unterschied für mich ist, dass man am Theater ein Stück emotional von A nach B durchlebt. Man kommt durch den Prozess des Spielens in die Emotion.
Beim Film kann es passieren, dass du mit der letzten Szene des Films anfängst und gleich drauf die erste Szene des Films drehst. Beim Drehen musst du immer exakt wissen, wo deine Figur wann emotional steht.
Ansonsten finde ich Theater und Film ziemlich ähnlich, man muss die Figur kennen, sich ihrer annehmen und sich wie diese verhalten. Es geht darum zu sein, nicht zu spielen!

Gibt es Lieblingsrollen oder eine, die du unbedingt einmal spielen möchtest?
Es gibt nicht die eine Lieblingsrolle. Rollen, die mich reizen, müssen mich emotional berühren. Je stärker die Figur ist, je emotionaler, je größer die Fallhöhe, desto besser finde ich es. Außerdem ist es auch irrsinnig spannend, wenn die zu spielende Rolle ganz unterschiedlich zu meiner eigenen Person ist. Da taucht man dann wirklich in ein anderes Leben ein, das man so noch nicht kannte. Das mag ich. 

Wo kann man dich demnächst sehen?
Im Moment drehe ich eine neue Serie, „die Vorstadtweiber“. Es geht um Frauen, denen es materiell an nichts fehlt, die aber leider doch sehr unglücklich sind, und viele Geheimnisse in sich tragen – ist 2015 im TV zu sehen.
Ansonsten probe ich ab August  im Theater an der Josefstadt. Dort bin ich für zwei Jahre engagiert und darf in zwei tollen Stücken mitwirken: Premiere für Nestroys „Der Zerrissene“ ist am 2. Oktober und im November jene von „Eine dunkle Begierde“. Regie führt Christopher Hampton und ich spiele eine für mich sehr herausfordernde Rolle, die Sabina Spielrein. Darauf freu ich mich irrsinnig!

Man liest in Interviews oft von deinen Grenzen, an die du immer wieder gehst. Welche sind das, und was würdest du für eine Rolle niemals tun?
Es geht um emotionale und körperliche Grenzen. Grenzen kann man hier gleichsetzen mit Herausforderungen, denen man sich versucht zu stellen. Wenn man diese Herausforderungen oder Grenzen überwindet, realisiert man erst, wie viele Seiten, wie viel in einem steckt, wie viel man ganz verborgen in sich trägt. Es ist natürlich wahnsinnig wichtig, dem Regisseur, dem „Spielmacher“, zu vertrauen. Das ist Grundvoraussetzung.
In keinem anderen Beruf gibt man emotional und körperlich absichtlich so viel von sich preis - das Spiel mit Emotionen macht einen angreifbar. Man muss eben selber entscheiden, wie viel bin ich bereit zu geben.  Ob ich gewisse Dinge nie tun würde weiß ich nicht. Ich würde mich auf jeden Fall dazu überwinden, es zu versuchen. Das hat auch viel mit „sich schämen"  zu tun… und eben dessen Überwindung.

Würdest du dieser „Grenzüberwindung“ u. a. deinen Erfolg verdanken? Oder warum hast du es, abgesehen vom Talent, dorthin geschafft, wovon Unzählige ihr Leben lang nur träumen?
Grenzüberwindung hat ja immer mit Mut zu tun. Ich schätze mich dann doch in gewissen Dingen als recht mutig ein. Ich versuche Dinge die, auf mich zukommen und passieren, anzunehmen und daran zu arbeiten. Aber am Ende geht es nur darum, den Mut zu haben nicht zu spielen, sondern zu sein.

Du wirst als der neue Stern am österreichischen Schauspielhimmel beschrieben. Wie fühlt sich das an? Wie geht man mit dieser Prominenz um? Gibt es Menschen, die dich seit deinem Durchbruch anders behandeln als zuvor?
Also das mit dem „neuen Stern" ist schon etwas komisch für mich, aber ich freue mich natürlich wenn man das über mich schreibt! Gleichzeitig weiß ich auch, wie kurzlebig die Branche sein kann und dass man ständig arbeiten muss, weil am Ende NUR deine Leistung zählt! Ein Artikel von morgen kann übermorgen schon vergessen sein. Aber an deine Arbeit erinnert man sich. Für mich hat sich eigentlich nicht viel verändert, will ich an meinen Rollen vorher schon genauso gearbeitet habe wie jetzt, dem Ganzen wird jetzt nur mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Menschen, mit denen ich zu tun habe, behandeln mich genauso wie vorher. Gott sei Dank! Alles andere wäre schlimm.

Bleibt Zeit für ein Privatleben, für Hobbies?
Jaja, ich habe auch Zeit für mein privates Leben. Ich bin Meisterin im Chillen und Nichtstun. Allerdings fühlt sich das wesentlich besser an, wenn man weiß, dass man das nächste Jobangebot in Aussicht hat.

Falls es eines gibt: Was ist dein Lebensmotto?
Es geht immer nur vorwärts ...

von Andrea Vitzthum

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