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Mondseer Pfahlbauten sind UNESCO Welterbe

Am Freitag, den 24. Juni 2011, erhob das Welterbekomitee der UNESCO 111 Pfahlbaufelder rund um die Alpen zum Welterbe.

Darunter befinden sich auch 5 österreichische Fundstellen; eine am Keutschachersee in Kärnten, drei am Attersee und das große Pfahlbaufeld "See" am Mondsee.

Schon viele Jahre bemühten sich 6 europäische Staaten darum, ihre prähistorischen Pfahlbaufelder unter besonderen Schutz zu stellen. Schließlich stellten Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, die Schweiz und Slowenien einen gemeinsamen Antrag auf Erhebung ihrer Pfahlbaufelder zum Welterbe.

111 Fundstätten sind Welterbe
Im Oktober 2010 begutachtete die irische Archäologin Frau M. Gowen im Auftrag der UNESCO die Pfahlbaufelder am Mond- und Attersee und besuchte das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Jetzt erhob das Welterbekomitee der UNESCO 111 Pfahlbaufelder rund um die Alpen zum Welterbe.

Bedeutende Pfahlbauforschung am Attersee und Mondsee
1870 wurde das Pfahlbaufeld Seewalchen am Attersee entdeckt, 1872 fand Matthäus Much das erste große Pfahlbaufeld am Mondsee. Nach den geborgenen reichen Funden prägte er den Begriff Mondseekultur (heute Mondseegruppe). In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden am Mondsee und Attersee umfangreiche Pfahlbauforschungen statt. Das Pfahlbaumuseum Mondsee ist in seiner Art in Österreich einzigartig und wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhundert gegründet. Das Museum verwaltet über 6500 Fundstücke.

Kulturgüter von internationaler Bedeutung
Die Pfahlbaufelder zählen zu den hervorragendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Im Wasser und in Mooren haben sich besonders auch organisches Material wie Holz, Textilien, Tierknochen, Nahrungsmittel und dergleichen erhalten. Dadurch lassen sich die Lebensumstände der Menschen besonders gut rekonstruieren. Aus den Funden kann festgestellt werden, was angebaut und gegessen wurde, und es gibt Statistiken darüber, welche Tiere gejagt oder als Haustiere gehalten wurden. Der Stand der Technik ist bemerkenswert. Die Pfahlbauern stellten Werkzeuge aus Stein oder Knochen her, durchbohrten kleinste Steinperlen, brannten reich verzierte Keramiken und kannten schon ein Metall, das Kupfer.

Beginn der Metallzeit
Im Mondseer Pfahlbaumuseum zeugen mehrere Gusslöffel und Kupferbeile vom hohen technischen Wissen über die Kupferverarbeitung. Gefundene Feuersteinklingen, die aus den lessinischen Bergen am Gardasees südlich der Alpen stammen, lassen auf weitläufige Handelsbeziehungen schließen und ebensolche kulturelle Kontakte.

Pfahlbauforschung verbindet Staaten
Gerade diese prähistorischen Handelswege der Menschen im Alpenraum (hier vor fast 6000 Jahren) machen heute eine internationale Zusammenarbeit der Archäologinnen und Archäologen auf diesem Gebiet notwendig.

Ein Auftrag für künftige Forschungen
Die prestigeträchtige Erhebung der Pfahlbaufelder zum Welterbe wird sicher zu verstärkter Wertschätzung der Pfahlbaufelder in der Öffentlichkeit führen. Neben einem besseren Schutz dieser Fundstätten werden auch internationale Forschungsbemühungen die Folge sein. Österreich wird bei den internationalen Forschungen verstärkt mitarbeiten müssen.

Im Mondseer Pfahlbaumuseum wird das Leben der Pfahlbauern auf 400 m2 Ausstellungsfläche für den Besucher wieder sichtbar und lebendig. Das Museum befindet sich in Räumen des ehemaligen Klosters Mondsee.

Kontakt:
Heimat- und Pfahlbaumuseum
Marschall-Wrede-Platz 1
A- 5310 Mondsee, Österreich

Heimat- und Pfahlbaumuseum

geschrieben am 30. Juni 2011

Kontakt

Tourismusverband Mondsee-Irrsee
Dr. Franz Müller Str. 3
5310 Mondsee

+43 6232 2270
+43 6232 2270-22
info@mondsee.at
mondsee.salzkammergut.at/