Am 18. September 1994 holte ein Verwandter von August Meindl Wasser für das Vieh vom Bach und fand hier am Nachmittag das mit 6 Messerstichen getötete Neugeborene.
Das Kind wurde am Friedhof in Zell am Moos beerdigt. Als August Meindl davon erfuhr, war er von dem Schicksal des Kindes so betroffen, dass er dem Knaben, der nur so kurz leben durfte, ein Marterl schuf und es am 10. Dezember 1994 aufstellte. Im Marterl war zunächst ein Bild, gemalt von Hilda Nußbaumer. Es stellte eine Frau dar, die ein Kind ersticht. Die Inschrift lautete:
Als Knäblein ward ich geboren und wurde schon geschunden. Ein Messer und die tödlichen Wunden - Hätte man mich weggelegt, eine Mutter hätte mich gefunden. Geboren und ermordet am 18. September 1994 Das Bild verschwand bald. August Meindl schrieb nun den folgenden Text und brachte ihn im Marterl an. Als Büblein kam ich auf diese Welt. Man wollt mich nicht. 18. 9. 1994 Ich bitt um ein Vaterunser. Noch einmal gab es eine Änderung. Der Text – zunächst in Kurrentschrift – ist nun in leichter lesbarer Form eingraviert.
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